Aktiv gelebte Nachhaltigkeit im Golfclub Breitenloo

Bereits beim Re-Design des Golfplatzes 2005 bis 2006 hat sich der Golfclub Breitenloo bewusst dem Thema Wasser angenommen, einerseits zur Bewahrung eines knapper werdenden Gutes und andererseits zur Schaffung eines Lebensraumes für Amphibien, Insekten und Wasservögel. Dabei entstanden insgesamt 8 Seen mit einer Gesamtoberfläche von 12'845 m2. Des Weiteren war es dem Golfclub ein Anliegen, die Biodiversität zu fördern. Die Ufer der Teiche wurden renaturiert, Seerosen etc. gepflanzt und an diversen Stellen grosszügig Schilfgürtel als Rückzugs- und Schutzfunktion für die Tiere angelegt.

Ein Zuhause für Amphibien und Insekten

Bei der ersten Erfolgskontrolle im Herbst 2010 konnten in den Teichen bereits 7 Amphibienarten festgestellt werden. Darunter die stark gefährdete Gelbbauchunke und der Laubfrosch (rote Liste Kat EN) sowie die gefährdete Erdkröte (rote Liste Kat. VU).

Bei der Zählung wurden an den Teichen 20 Libellenarten festgestellt, darunter das «Grosse Granatauge», welches sich auf der roten Liste unter den gefährdeten Arten «Kat. VU» befindet.

Nur etwas mehr als 800 Paare in der Schweiz

Seit ein paar Jahren kann der Golfclub Breitenloo auch stolz von sich behaupten, kleine, turtelnde Federkugeln, aus denen nur Kopf und ein kastanienbrauner Hals hervorragen, bei sich auf den Teichen schwimmen zu sehen. Der gefährdete Zwergtaucher (rote Liste Kat. VU) nutzt die über den Winter bewusst stehengelassenen Schilfgürtel, um in Breitenloo heimisch zu bleiben.

Magerwiesen

Die an verschiedene Stellen des Platzes angelegten Magerwiesen bieten perfekten Raum für diverse Pflanzenarten. So sind in den Magerwiesen bis zu 75 verschiedene Pflanzenarten gezählt worden, darunter 10 im östlichen Mittelland gefährdete Arten.

In den Magerwiesen auf dem Golfplatz konnten dann auch 6 verschiedene Heuschreckenarten festgestellt werden und darunter ist die ansonsten im Kanton Zürich äusserst seltene «Westliche Beissschrecke» registriert worden.

Auf Empfehlung der Experten, welche im Auftrag der kantonalen Fachstelle für Naturschutz die Erfolgskontrolle durchgeführt hatten, wurden diverse Massnahmen eingeleitet, welche den Bestand der Flora und den Fortbestand der Fauna begünstigen sollen.

Statt spritzen und düngen - aerifizieren, vertikutieren, tiefenlockern und sanden, sanden, sanden…

Seit mehreren Jahren ist der Golfclub Breitenloo darin bestrebt, den Einsatz von Pflanzenschutzmittel, Dünger und Fungiziden so gering wie möglich zu halten und wenn sie zum Einsatz kommen, dem Trend hin zu organischen Pflegemitteln zu folgen. Diese nachhaltige Gangart ist nur möglich, da parallel der zeit- und kostenintensive, mechanische Pflegeaufwand sukzessive erhöht worden ist. So hat der GCB sein Greenkeeping Team aufgestockt und den Maschinenpark laufend erweitert und auf den neusten technischen Stand gebracht.

Wassereinsparungen durch Knowhow

In einem aktuellen Projekt widmet sich nun eine Projektgruppe der Optimierung des Bewässerungssystems, um dem Klimawandel mit einem möglichst effizienten Umgang des knappen Gutes «Wasser» begegnen zu können. Die Projektgruppe bedient sich dabei dem Knowhow eines der führenden Irrigation Engineers.